Schnüfflern auf der Spur
Schnüfflern auf der Spur! – Data–Mining – Schützen Sie sich und Ihre Patienten!
Gelsenkirchen 29.12.2009 - Wie der FuSION e.V. gem. aus Kreisen der ermittelnder Stellen gegen Wirtschaftskriminalität und des Datenschutzes erfahren konnten, befasst sich zurzeit eine nicht unwesentlich große Gruppe um die Analyse und Auswertungsbeobachtung vorliegender Daten der Pharmaindustrie. Das Ziel ist das aufdecken von möglichem Data–Mining Projekten die nicht nur die so genannten weichen anonymisierten Daten sondern genaue harte Zahlen und Daten als Grundlage haben sollen.
Es besteht der Verdacht das Praxen aus finanziellen Gründen über Dritte die Pharmaindustrie mit Daten und Labore mit speziell teuren Laboraufträgen versorgt habe. Bei dem Datenmissbrauch lief das ganze offensichtlich unter verschiedenen versteckten Datenerhebungen die ein Qualitätsmanagement oder eine Regresskontrolle der Praxen als Vorwand nahm sich komplette Daten aus Praxen per Diskette oder Online vermitteln zu lassen. Als Obolus erhielten Ärzte monatliche Überweisungen oder eine Betriebskostenübernahme. Sogar entsprechende Praxis-EDV-Händler sollen auch Beteiligt sein.
Im Angesicht steigender Kassenbeiträge soll ein möglicher Fall einer kompletten Praxisfinanzierung durch ein Labor kriminell schon hohes Gewicht haben. Dafür soll das Labor hunderte von teuren Laboruntersuchungen für Frauen erhalten haben. Andere ließen sich Drucker, Faxgeräte bis hin zur Laborausstattung aber auch Softwaregebühren finanzieren.
Natürlich müssen auch wir hier klar zum Ausdruck bringen das erst Hieb und Stichfeste Beweise und eine Veröffentlichung durch ermittelnde Stellen eine Veröffentlichung von Namen, Orten und Fachrichtungen begründen. Ohne Be- und Nachweise würden die Rechtsanwälte der Lobby eine Veröffentlichung in Tageszeitungen und Zeitschriften untersagen lassen um eine zu verurteilende Verunglimpfung der Ärzteschaft und ein unerwünschtes Misstrauen der Patienten als Ergebnis hätte.
Das solche ähnliche Informationen der Realität entsprachen haben zig erfolgreiche Klagen verschiedener Staatsanwaltschaften gezeigt. Auf eine Veröffentlichung der Ermittlungsbehörden müssen wir wohl wie 1998 und 2002 bei ähnlichen Fällen wohl verzichten. Die Lobby scheint die Stärke zu haben unbequeme Zustände schnell und einfach ohne großes aufsehen zu klären. Damals sind Ärzte einfach in den Ruhestand gegangen und haben ihren Sitz schnell verkauft.
Da dieses auch im Sinne der Ermittler ist können wir von fairem Verhalten seitens ermittelnder Stellen ausgehen.
Zum Abschluss erfuhren wir noch das wohl eine Ermittlung im Ruhrgebiet schon längere Zeit ermittelt. Es soll sich um immense Beträge handeln mit denen als Gegenleistungen für bestimmte teure Laborarbeiten große Umzugs, Modernisierung und Neuanschaffungsprojekte beglichen wurden.
Wir gehen davon aus das solche harten Fälle eine Ausnahme sind. Den Praxen und ihren Ärzten können wir nur nahe legen sich über mögliche Datenschutzgefahren durch uns kostenlos informieren zu lassen. Da die meisten Gefahren durch Oberflächlichkeit und fehlendem technischen Wissen von Dritten einfach ausgenutzt werden können. Trotzdem haften die Praxisbetreiber für alle aufgedeckten Datenmissbrauch, Diebstahl und Manipulation mit ihrem gesamten Vermögen.
Das die möglichen Schäden für Patienten und unsere Bundesbürger nicht nur finanzielle sondern auch existenzielle Auswirkungen haben, werden wir heute und erst Recht in naher Zukunft am eigenen Leib spüren.
Um allen Praxen eine notwendige Sensibilisierung für den Patienten-Datenschutz anbieten zu können und diese zur Mitwirkung zu bewegen, müssen wir gemeinsam mit Patientenhilfe die Ärzte für die Einhaltung und Einrichtung des notwendigen Datenschutzes motivieren. Ohne Patientenunterstützung herrscht in zu vielen Praxen eher Oberflächlichkeit und eine allgemeine Stimmung von Gleichgültigkeit. Schon der falsche Verdacht das der notwendige Datenschutz Mehrkosten bedeuten könnte lässt Äußerungen wie „andere Kollegen machen das ja auch nicht“ als fatale Ausrede erscheinen. Das obwohl wir seid 9 Jahren nachweisen können das der notwendige Datenschutz mehrere Praxis-Kostenarten senken hilft und die Ökonomie der Praxen wesentlich erhöht.
Patienten und Ärzte können sich weitere Informationen besorgen und aktiv helfen bei einem Besuch der Internetseite www.sichere-arztpraxen.de
Ärzte können sich weitere Informationen über bestimmte Gefahren, Lösungen, Praxisunabhängigkeit und Datenschutz auf www.fusionev.de besorgen
Für jegliche Unterstützung sind unsere Mitglieder wie Bürger, Patienten, Ärzte, EDV-Spezialisen, Management- und Marketingfachleute und viele andere sehr dankbar. Gesundheit ohne notwendige Sicherheit geht nicht!
Herausgeber: FuSION e.V. gem., Hermannstraße 36, 45891 Gelsenkirchen – www.fusionev.de


